Die Oxidation von Fischöl / Omega 3 (Ω3) und der TOTOX-Wert

Neues Jahr — Neues Vorsätze!

Laut aktuellen Umfragen ist der häufigste genannte Vorsatz für das Jahr 2023 mit 49 Prozent sich „gesünder zu ernähren“.

Im Kontext einer Textbuch konformen „gesunden Ernährung“ stolpert man früher oder später zweifelsohne über die Thematik von Omega 3.

Selbst weniger ernährungssachkundige Personen wissen um die Wertigkeit dieser Fettsäuren und assoziieren nicht zuletzt deshalb den Konsum von Fisch mit entsprechend starken gesundheitlichen Vorteilen.

Steht Fisch hingegen nicht auf dem wöchentlichen Speiseplan, greift man heutzutage schnell zu einer substituierten Zufuhr dieser lebensnotwendigen Fettsäuren über Nahrungsergänzungsmittel.

Fraglos zählen Omega-3-Präparate weltweit zu den populärsten und meist verkauften Nahrungsergänzungsmitteln, welche oftmals als „der heilige Gral der Gesundheit“ vermarktet werden.

Diese öffentliche Wahrnehmung trug zwischen den Jahren 2005 und 2011 beispielsweise zu einem mehr als 3-fachen Anstieg der Nutzung von Omega-3-Präparaten in den USA bei.

Wenn eine Omega 3 Zufuhr in gewissen Szenarien auch zweifelsfrei als eine sehr potente Option angesehen werden muss, um starke gesundheitliche Vorteile evozieren zu können, so ist es jedoch nicht das oftmals angepriesene und von so vielen Personen gewünschte „goldfarbene Allheilmittel“.

Werfen wir für ein vollumfänglicheres Verständnis zunächst einen genaueren Blick auf die sagenumwobene Omega 3 Fettsäuren.

Omega 3 (Ω3) — Mehrfach ungesättigte und essentielle Fettsäuren

Fällt der Begriff „Omega 3“ (Ω3) meint dies im Zuge der menschlichen Physiologie insbesondere die beiden tierischen Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure).

Dank wissenschaftlicher Forschungen weis man seit vielen Jahrzehnten, um die Notwendigkeit dieser beiden Fettsäuren für das menschliche Leben beziehungsweise Überleben.

EPA und DHA zählen daher zur Kategorie der sogenannten essentiellen Fettsäuren.

Essentiell“ bedeutet in diesem Kontext, dass der Mensch auf eine Zufuhr der Fettsäuren über den Konsum von Nahrungsmitteln angewiesen ist.

Zu den hiesig bekanntesten Quellen zählen insbesondere Fisch und andere marine Lebewesen zum Beispiel in Form von Lach-Sashimi, Makrele vom Grill oder Hering aus der Dose.

Welche Aufgaben übernimmt Omega 3 im Körper?

Die gesundheitlich positiven Auswirkungen der tierischen Omega 3 Fettsäuren auf unter anderem Triglyzeride, Cholesterin-Werte, Gehirnfunktion oder das Immunsystem sind wissenschaftlich zahlreich belegt und mittlerweile weitreichend bekannt. Mehr zu den offiziellen Health Claims auch auf der Website des BVL hier.

Wenn nun auch das Aufgabenspektrum von Omega 3 grundsätzlich vielseitig ist und für den ein oder anderen Leser basierend auf den jeweiligen individuellen Vorkenntnissen durchaus spannend sein kann, soll es im Zuge dieses Artikel’s nicht primär um die physiologischen Eigenschaften und biochemischen Aufgaben dieser Fettsäuren gehen.

Zahlreiche Textbücher, Blogartikel und wissenschaftliche Veröffentlichungen sind in der Online-Bibliothek nur einige Click’s entfernt und geben bei entsprechendem Interesse schnell Aufklärung über weiterführende und tiefgründigere physiologische Abläufe.

Vielmehr soll mit diesem Artikel eine Thematik beleuchtet werden, welche weniger im Mittelpunkt der Medien steht und wenn sofern doch, oftmals missinterpretiert wird.

Speziell geht es um die Oxidation von Omega-3-Produkten beziehungsweise dem darin zum Einsatz kommenden Fischöl und die damit gekoppelte Relevanz des TOTOX-Wert’s als Produkt-Qualitätskriterium.

"Warum Fischöl ranzig riecht" und die Oxidation von Fischöl / Omega 3

Oxidation ist vereinfacht, als die Reaktion der Fettsäuren mit dem atmosphärischen Luftsauerstoff zu verstehen.

Dieser autokatalytische Prozess findet durch die Einwirkung freier Radikaler statt, welche metaphorisch gesprochen, die Fettsäuren angreifen und auf strukturell-molekularer Ebene verändern.

Daher empfiehlt es sich auch weniger, Fischöl aus der Flasche zu verwenden, da dieses nach dem Öffnen weitaus mehr prooxidativem Sauerstoff ausgesetzt ist, als durch Softgel eingeschlossenes und geschütztes Fischöl.

Greift man doch auf flüssige Präparate zurück, sollte man diese möglichst zügig verbrauchen und keiner längeren Lagerung aussetzen, um den Gehalt oxidativer Lipide zu minimieren.

Wie alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren besitzen auch die beiden Fettsäuren EPA und DHA eine geringe Hitzestabilität.

Bei höheren Temperaturen besteht damit schnell die Gefahr, dass es zum vermehrten und beschleunigten Einsetzen oxidativer Prozesse und damit verbundenen potenziellen gesundheitlichen Risiken kommt.

Aus diesem Grund sollte man beim Braten und Kochen in der Küche, auch strikt auf Öle verzichten, welche auf Basis solcher mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Ω3 und Ω6) hergestellt wurden.

Oxidationsresistentere Optionen sind hingegen Butter, Ghee oder auch Kokosöl.

Um Oxidative Prozesse auf ein Minimum zu beschränken und Verbrauchersicherheitsprobleme auszuschließen, muss während des Herstellungsprozesses von Omega-3-Präparaten damit sowohl die Sauerstoffexposition als auch die Hitzefragilität berücksichtigt werden.

Die Oxidation von Omega 3 und anderen mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist jedoch ein grundsätzlich mehrstufiger Prozess. 

Oxidationsprodukte (Peroxide und Anisidine)

Das anfängliche Ergebnis oxidativer Einflüsse sind sogenannte Peroxide, welche auch als primäre Oxidationsprodukte betitelt werden.

Bei fortschreitender Sauerstoffexposition entstehen dann schließlich sekundäre Oxidationsprodukte, auch bekannt als Aldehyde.

Diese Aldehyde sind übrigens hauptverantwortlich für den unangenehmen Geruch und/oder die unerwünschte Verfärbung des Öl’s.

Hier muss jedoch zwischen "ranzig" und einem Fischgeruch unterschieden werden.

Denn Fischöl riecht nach Fisch

Ja, Fischöl darf somit grundsätzlich nach Fisch riechen, es sollte jedoch keinesfalls „ranzig“ riechen, da dies wie wir nun wissen, einen fortgeschrittenen und hohen Oxidationsgrad impliziert.

Ein Grund für einen leichten Fischgeruch vor allem beim ersten Öffnen eines versiegelten Glases ist da an den Nahtstellen der Weichgelatinekapseln die mit Fischöl befühlt werden sich feinste Rückstände des Öls befinden.

In einer versiegelten Verpackung findet kein Gasaustausch statt, somit empfindet manche einen "konzentrierten" Geruch vor allem beim ersten Öffnen eines versiegelten Glases.

Eine Lösung ist, dass "geruchsempfindliche Kunden" das Glas mit den Kapseln vor dem Verzehr eine Zeit lang (30-60 Min) offen stehen lassen. Damit reduziert sich der Geruch der Kapseln.

Zurück zu den Peroxiden...

Charakteristischerweise fallen die Peroxid-Werte bei fortschreitender Oxidation ab, da diese primären Abbauprodukte durch das prooxidative Milieu sukzessive weiter in die sekundären Oxidationsprodukte zersetzt werden.

Diese können schließlich, anhand eines sogenannten Anisidin-Test’s gemessen und nachgewiesen werden.

Sowohl der Peroxid- als auch der Anisidin-Wert ist damit als analytisches Laborkriterium zu verstehen, um die verschiedenen Stadien der Oxidation zu erfassen.

Wer nun hier den laboratorischen Prüfbericht des YPSI EPA DHA Omega 3 einsieht, kann das darin verwendete Vokabular einschließlich der gemessenen Werte, besser interpretieren. 

Der TOTOX-Wert und seine Bedeutung

Der TOTOX-Wert (total oxidation) ist ein repräsentativer Marker für die Qualität, Konformität, Sicherheit und Frische des Omega-3-Präparat’s beziehungsweise darin verwendeten Öl’s.

Genauer gesprochen, ist es ein Wert, welcher den Lipid-Gesamt-Oxidationsgrad unter Berücksichtigung von primären (Peroxid-Zahl) und sekundären (Anisidin-Zahl) Oxidationsprodukten widerspiegelt.

Es handelt sich dabei um eine rein rechnerische Größe, die sich aus der Summe des doppelten Peroxid-Wert’s mit der Anisidin-Zahl ergibt.

Misst man bei einem Produkt als rein hypothetisch eine Peroxid-Zahl von 3 und eine Anisidin-Zahl von 4, besitzt dieses Präparat einen TOTOX-Wert und Oxidationsstatus von 10.

Der TOTOX-Wert des YPSI EPA DHA Omega 3

Die Qualität unserer Produkte bekommt einen hohen Fokus so das wir die Rohstoffe und finalen Produkten konstant in unabhängigem und akkreditierten deutschen Laboren prüfen lassen. Im Gegensatz zu der Mehrwert die mit "laborgeprüft" werben stellen wir auch regelmässig wichtige und spezifische Labortest und kompletter Länge online. Wie Dopinganalysen, die Analyse auf Arsen bei unserem Reisproteins, Schwer- und Leichtmetalle bei Chlorella und weitere.

Wie hoch soll der TOTOX-Wert sein?

Als goldener Standard wird meist ein TOTOX-Wert von 10 angesehen.

In Relation zur Oxidation ergeben sich folgende Werte:

Ein zu 10% oxidiertes Öl entspricht einem TOTOX-Wert von 13,8

Ein zu 25% oxidiertes Öl entspricht einem TOTOX-Wert von 23,1

Ein zu 50% oxidiertes Öl entspricht einem TOTOX-Wert von 47,9

Der offizielle Richtwert für den TOTOX-Wert ist:

Laut GOED (Global Organization for EPA and DHA Omega-3), Council for Responsible Nutrition (CRN) und International Fish Oil Standards (IFOS) sollte der TOTOX-Wert nicht über 26 liegen.

Der TOTOX-Wert des YPSI EPA DHA Omega 3 ist:

Das Ergebnis der letzten laboratorischen Auswertung zeigt einen TOTOX-Wert von 6,8.

Und anstatt nur zu schreiben welche Wert wir erreichen haben wir den vollständigen laboratorischen Analysebericht hier online gestellt.

Das ist ein ausgezeichneter Wert ist, welcher repräsentativ für die Qualitätsansprüche des YPSI steht.

Zahlreiche verfügbare Produkte auf dem Markt weißen hingegen TOTOX-Werte über 10 und noch höher auf, was auf das vermehrte Einsetzen oxidativer Prozesse hindeutet und den Beginn des oxidativen Verderbs impliziert. Erhebungen enthüllen wiederholt, dass eine Vielzahl der weltweit angebotenen Omega-3-Präparate, eine minderwertige Qualität aufweisen und kritische Oxidationswerte übersteigen. 

Der TOTOX-Wert und Oxidationsstatus von Fischöl-Produkten (Omega 3)

Eine Untersuchung von Jackowski et al. im Jahre 2015 zeigte, dass der Oxidationsstatus nordamerikanischer Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel weitaus bedenklicher zu interpretieren ist, als häufig antizipiert.

50 % der 171 getesteten und auf dem kanadischen Markt im Handel rezeptfrei erhältlichen Präparate, übertrafen die empfohlenen Oxidationsmarker und Sicherheitsgrenzwerte.

Eine Außnahme?

Leider nein!

Auch Analysen auf dem amerikanischen Markt weisen ähnliche Ergebnisse auf.

Eine Studie der renommierten Harvard Medical School im Jahre 2016 analysierte die drei meistverkauften Fischöl-Präparate in den Vereinigten Staaten auf das Ausmaß oxidativer Einflüsse und entsprechender Reinheit, chemischer Integrität, Wirksamkeit sowie Sicherheit.

Die Auswertungen offenbarten, dass die Kapseln aller getesteten Anbieter voller oxidierter und damit „ranziger“ Fettsäuren waren, welche die internationalen Standards und Richtwerte akkreditierter Laboratorien ebenfalls weit übertrafen.  

Produktqualität von Omega 3

Wie bei anderen Wirk- und Inhaltsstoffen spezifischer Nahrungsergänzungsmittel entscheidet damit auch bei Omega 3 die Rohstoff-Qualität, Rohstoff-Verarbeitung sowie Lagerung über die Qualität des Endprodukts inklusive seiner potenziellen biologischen Wirkung im Körper.

Denn was oftmals vergessen beziehungsweise bagatellisiert wird, ist der Fakt, dass viele der wissenschaftlichen Studien, welche die unterschiedlichen positiven Einflüsse von Omega 3 aufzeigen, mit verschreibungspflichtigen Präparaten medizinischer Qualität durchgeführt wurden.

Jüngste Studien am Menschen haben bestätigt, dass die Wirksamkeit eines Omega-3-Präparat’s mit dem Oxidationsgrad invers korreliert.

Der Oxidationsgrad kann damit die Wirksamkeit drastisch beeinträchtigen und der beabsichtigten Wirkung massiv entgegenwirken.

Anwendungsorientiert bedeutet dies: Ein EPA/DHA Supplement mit hohem Oxidationsgrad und entsprechend minderer Qualität (Ranzigkeit), besitzt damit bei weitem nicht die multidirektionalen Einflüsse auf die Gesundheit und den beabsichtigten biologischen Nutzen.

Ganz im Gegenteil!

Oxidierte Lipide können sogar ungewollte pathophysiologische Auswirkungen induzieren und beispielsweise Insulinresistenzen, endotheliale Dysfunktionen und kardiovaskuläre Komplikationen begünstigen.

Das YPSI Omega 3 im EPA:DHA-Verhältnis von 2:1 ist auf Basis der labordiagnostischen Analysen im Gegensatz dazu als ein hochqualitatives, oxidationsresistentes und sicheres Präparat anzusehen, welches zweifelsfrei seine beabsichtigten physiologischen Funktionen im menschlichen Organismus entfalten kann.

Für mehr Erfolg für Dich, Deine Gesundheit und Wohlbefinden!

Hier gehts zum YPSI EPA DHA Omega 3

Referenzen:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006291X16321878?via%3Dihub
https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2500064
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4678768/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23863036/